GründungDer Name des vielverehrten Bistumspatrons St. Kilian, der als Iro-Schotte im 7. Jahrhundert zur Verkündigung des Evangeliums nach Franken an den Hof des Herzogs Gozbert gekommen war, findet sich schon inmitten von Alt-Schweinfurt. Die einst, wohl im 9. Jahrhundert, dort erbaute Kirche wurde zu Ehren St. Kilians geweiht und die Anhöhe, auf der sie errichtet worden war, Kiliansberg genannt. Wegen Kriegsgefahr wurde diese Kirche 1387 eingerissen. Eine neue Kilianskirche entstand in kleinen Ausmaßen am oberen Anger (am Platz der Handelsdruckerei Helfrich), doch wurde sie schon 1554 im Markgräflerkrieg zerstört. Das Volk hatte aber doch die alte Kilianskirche auf dem Kiliansberg nicht vergessen und baute die Mauerreste wieder auf, so daß aus dem Jahr 1406 eine neue Kirchweihe überliefert ist. Im September 1453 brannte diese Kirche ab. Das Städtische Spital legte an ihrer Stelle Weinberge an. (Quelle: Kirchenführer der Pfarrei St. Kilian, Schweinfurt) Neugründung im 20. JahrhundertDer hl. Kilian wurde dann erst wieder 1927 Patron einer Kirche in Schweinfurt. Die Heilig-Geist-Pfarrei war zu umfangreich geworden; am 23. Juli 1926 legte man den Grundstein zu einer neuen Tochterkirche, die am 13. November 1927 eingeweiht werden konnte. Architekt Peter Kramer, Schweinfurt, hatte eine neubarocke Kirche mit Festsaalcharakter und Zwiebelturm erbaut. Das Chorwandfresko hatte Martin-Amorbach, das Altarkreuz Balth. Schmitt, ein Relief der Hlst. Dreifaltigkeit und Figuren Bildhauer Söller, Schweinfurt, Stuckdekorationen und die Kanzel Stefan Killer, München, und den Kreuzweg Kunstmaler Schellinger, München, geschaffen. Die Kirche wurde bei den Luftangriffen auf Schweinfurt hart getroffen und im Frühjahr 1945 total zerstört. (Quelle: Kirchenführer der Pfarrei St. Kilian, Schweinfurt) Wiederaufbau nach der totalen Zerstörung im Zweiten WeltkriegBeim Wiederaufbau standen von der neubarocken Kirche von 1926/28 nur noch Teile der Eingangs- und der Chorwand und der Turm mit der ausgebrannten Zwiebelhaube. Im Jahre 1952 wurde der damalige Leiter des Bischöflichen Bauamtes Würzburg, Architekt Hans Schädel, beauftragt, mit den Bauresten eine neue Kirche mit 1000-1500 Sitzplätzen zu errichten, da die Gemeinde bereits 14000 Pfarreimitglieder zählte. Für Trauungen und Gottesdienste für kleinere Gemeinschaften und an Werktagen sollte nach Möglichkeit eine eigene Kapelle geplant werden. Die vorgelegten Risse wurden ohne bemerkenswerte Änderungen angenommen. Der Grundstein wurde am 21.9.1952 gelegt; die Weihe der Kirche und des Altares durch den Diözesanbischof Dr. Jullus Döpfner erfolgte am 20.9.1953. Bei der Kirchweihe war bereits der Altar mit Tabernakel und Hängekreuz und das große Chorwandfresko fertiggestellt. Der Seiten-Altar wurde im gleichen Jahre geschaffen. (Quelle: Kirchenführer der Pfarrei St. Kilian Schweinfurt)
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